Wirken des Speckpaters im Lkr. Bayreuth - Homepage der Sudetendeutschen Landsmannschaft Bayreuth

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Foto von Redigolo - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0,

Pater Werenfried van Straaten
der "Speckpater"
Eigener Bericht
Mit der Reformation in der Markgrafschaft Brandenburg wurde auch die Gemeinde Mistelbach protestantisch. Der damalige katholische Pfarrer, Eberhard Proll, trat zum evangelisch- lutherischen Glauben über und mit ihm die ganze Einwohnerschaft. So lebten auch im Jahre 1939 hier höchstens 10 Katholiken.

Das änderte sich schlagartig mit dem Zuzug der Heimatvertriebenen in den ersten Nachkriegsjahren. Auch die Einwohnerzahl der Gemeinde Mistelbach stieg von 915 auf 1456. Die Zahl der Katholiken war im Jahre 1952 bei 180. Ähnlich war die Entwicklung im gesamten Hummelgau, den Dörfern Mistelgau, Pettendorf, Pittersdorf, Creez und Gesees. Aus dem ehemaligen großen Gebiet ohne katholische Christen war ein riesiges Diasporagebiet geworden.

Anfangs betreuten Redemptoristenpatres aus Forchheim seelsorglich dieses Land. Sie schickten bereits 1945 sog. Rucksackmissionare in diese Gebiete. Auch der "Speckpater" Werenfried van Straaten aus Holland hat hier gewirkt. Aus umgebauten Omnibussen wurde mit wenigen Handgriffen ein Kapellenzelt mit Altar geklappt. Auch in Mistelgau, Eckersdorf und Gesees hielt ein solcher Wagen zur Feier der Sonntagsmesse vor dem Bau der weiteren drei Kirchen in diesen Orten.
Auch am Vertriebenenkreuz am Funkenberg stand einst ein Kapellenwagen.

Bereits im Jahre 1946 wurde der Mittelschlesier Geistliche Georg Teschner als Vertriebenenseelsorger im Hummelgau eingesetzt. Er war von Obernsees über Creußen, Emtmannsberg und Bindlach für 17 Seelsorgsstellen zuständig. Um dies alles zu bewältigen, beschaffte sich Pfarrer Teschner ein Motorrad mit Seitenwagen, mit dem er seinen großen Bezirk bereiste. Er und sein Motorrad wurden im Bayreuther Umland berühmt. Für seine "Schäflein" legte er im Monat etwa 2.000 Kilometer zurück.

Links: Pfarrer Georg Teschner auf seiner "Triumph 350"
Aus der Predigt von Kardinal Müller
vom 26.1.2019
aus dem Kölner Dom
nach Wikipedia

 
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