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Stift Ossegg (Osek) nach dem Sudetenland Lexikon |
| Ossegg besteht aus dem Pfarrdorf Alt Ossegg und der Stadt Neu Ossegg. Die Ortsgeschichte wird überwiegend durch das Zisterzienser- Stift bestimmt. Graf Johann Milgost berief 1193 zwölf Mönche aus dem Kloster Waldsassen auf sein Gut Maschau bei Kaaden, um hier ein neues Kloster zu gründen. Der Ort eignete sich aber wenig dafür und so wurde es bereits 1199 unter Abt Ruthart nach Osseg am Fuße des Erzgebirges verlegt. Burggraf Zlavko, dem der Besitz gehörte, schenkte den Mönchen die Marienkirche und den Hof Ossegg, sowie einige Dörfer. |
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Der Ort Ossegg nach einer alten Ansichtskarte |
Künstler barockisiert. Sie enthielt Fresken von Lorenz W.Reiner und Johann Steinfels, ein kostbar geschnitztes Chorgestühl.
Außenansicht |
Außenansicht vom Klosterhof |
| Das Kloster, einst geistiges Zentrum Nordböhmens, hatte Bildergalerie, Bibliothek, Altertümer-, biologische und botanische Sammlungen. Die Patres leiteten das Gymnasium in Komotau, für das sie auch das Lehrpersonal stellten. Wiederholt besuchte auch Goethe das Stift . Pater Anton Franz Dittrich (1786- 1849) unterstützten ihn bei seinen mineralogischen Arbeiten. |
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Detail aus der Decke |
| Abt Laurentius Scipio (1611- 1691), Wiederbegründer des Klosters nach dem Dreißigjährigen Krieg, war ein hervorragender Sozialpolitiker. Abt Benedikt Simon Littwerich (1654- 1726), sein Nachfolger, begründete die Strumpfwirkerei und Zeugfabrikation in Ossegg. Unter anderen hervorragenden Persönlichkeiten ragt Abt Slavko hervor, der 1240 als Bischof in Preußen missionierte. |
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Die herrlichen Fresken |