Heiliger Berg in Olmütz |
Der Heilige Berg in Olmütz (Svatý Kopecek) aus dem Kleinen Marienlexikon von Emil Valasek und dem Beitrag in denMitteilungen Haus Königstein. Verfasser : Prof. Rudolf Grulich |
| Die Wallfahrtskirche wurde 1629- 1633 erbaut. Die heilige Jungfrau Maria hatte im Jahre 1629 einem wohlhabenden Olmützer, aufgrund eines Gelöbnisses, den Platz der Gnadenstätte im Traum gezeigt. Der Abt des Prämonstratenserklosters Hradisch legte den Grundstein und weihte das Kirchlein im Jahre 1632, mitten im Dreißigjährigen Krieg. Auf dem Hochaltar wurde eines Morgens die Marienstatue aus Stein gefunden. Bereits 1645 wurde die Kirche durch die Schweden zerstört. Das Gnadenbild aber wurde gerettet. | |
| 1666- 79 entstand ein barocker Neubau mit Kuppel durch Balthasar Fontana mit prächtiger Innenausstattung, die Abt Sancius veranlasste.- Die Seelsorge wurde durch einen infulierten Probst ( Inful= eine Mitra oder Bischofsmütze) mit 5 Priestern des Prämonstratenserklosters Hradisch ausgeübt. 1784 wurden Wallfahrtsort und Kloster Hradisch aufgrund der Säkularistion aufgehoben. 1846 wurde der Heilige Berg an die Prämonstratenser von Strahov in Prag übergeben. Jährlich kamen etwa 100.000 Pilger in 170 Prozessionen. Hauptwallfahrtstag ist das Fest Mariä Heimsuchung am 2. Juli. | |
| Seit der Wende im Jahre 1989 herrscht wieder mehr Wallfahrtsbetrieb auf den Heiligen Berg. In Buden werden Souvenirs, Postkarten und Kerzen angeboten. Die Prämonstratenser kehrten auf den Heiligen Berg zum zweiten Male zurück. Nachdem bereits Kaiser Joseph II im Jahre 1784 deas Kloster Hradisch aufhob, dauerte es bis 1846 ehe die Söhne des hl. Norbert aus dem Kloster Strahov wieder dorthin kommen konnten. Auch 1950 wurde der Orden von den Kommunisten aufgehoben. Erst 1990 erhielten die Prämonstratenser das Heiligtum zurück. Auch die Schwesterngemeinschaft im Geiste des hl. Norbert, die Prämonstratenserinnen, zogen wieder in das alte Klostergebäude ein. |