|
Das Heidebrünnl im Altvatergebirge |
Unter den vielen Wallfahrtsorten im schönen Sudetenland nimmt die Wallfahrtskapelle auf der "Bründelheide" bei Winkelsdorf einen bemerkenswerten Platz ein. Das " Heidebrünnl" war bis 1945 eine vielbesuchte Wallfahrtsstätte, im Altvatergebirge, nahe der Grenze der ehemaligen Markgrafschaft Mähren.
| Anfang des 14. Jahrhunderts lebte im Dorf Reitenhau ein frommer Jägersmann, Franz Niewall, der im Dienste der adeligen Familie Zierotin stand. Dieser, so erzählt die Sage, erlegte eines Tages nahe dem Orte, an dem die Wallfahrtskirche stand, einen Hirsch. Er legte ihn dann an der nahen Quelle ab, um ihn aufzubrechen. Der Jäger wollte die Wundstelle vorab mit Wasser reinigen. Plötzlich sprang der Hirsch auf und rannte mit hohen Spüngen davon. Der Hirsch wurde nie wieder gesehen. Dies Ereignis erschreckte den Jäger gar sehr. Er konnte es sich nur so erklären, daß das Wasser irgendeine Heilkraft haben müsse. Die Begebenheit blieb dem Jäger unvergeßlich. |
|
Die einstige Gnadenstätte |
Das Heidebrünnl nach einer alten Fotografie |
|
|
Das Heidebrünnl im winterlichen Altvatergebirge. Quelle: Sudetenpost |
Der Ort, an dem die Kapelle stand, heute. |
|
| Seitdem sucht der Besucher vergeblich eine Kirche. Ein Kreuz und weiter unten der Brunnen sind das wenige, was geblieben ist. Ein Neubau wurde nicht genehmigt. |